Mini-Gitarrenverstärker im Test

Musiker verwenden in der Regel eigene Mini-Gitarrenverstärker, um zu Hause zu üben, um  zu ihren Lieblings-CDs mitzuspielen oder Tonleitern zu einem Metronom oder Rhythmusgerät zu üben. Kleine Verstärker sind auch ideale Startgeräte für Verstärker-Einsteiger. Hier stellen wir die besten Miniverstärker im Test vor.

 

 

Line 6 Micro Spider L6

Mini-Gitarrenverstärker TestFazit: mit der viel geschätzten Line-6-Klangwelt

Der Mini-Gitarrenverstärker kommt mit der bekannten Line 6-Klangtechnologie mit fünf Verstärkermodellen (Clean, Crunch, Metal, Insane, Acoustic). Dazu eine Drei-Band-Equalizer-Regelung und Smart Control FX-Funktion mit sechs Effekten (Reverb, Chorus, Tap Echo, Sweep Echo, Phaser, Tremolo), von denen zwei gleichzeitig nutzbar sind. Der Verstärker verfügt über einen eingebauten Tuner, einem 6,5-Zoll-Lautsprecher und hat eine Leistung von sechs Watt. Der Line 6 Micro Spider hat einen Mikrofoneingang (6,3mm-Klinke) mit eigener Regelung, einen Stereoklinkeneingang (Mini) für MP3-Spieler beziehungsweise Smartphone, dazu einen Kopfhörerausgang. Richtpreis: ab 109 €.

⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐ (10)

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Vox Pathfinder

Mini-Gitarrenverstärker TestFazit: Fast wie ein Röhrenverstärker

Der Testsieger bei den Mini-Gitarrenverstärkern: Mit seinen zehn Watt Leistung ist dieser Verstärker nichts für die große Bühne, aber extrem hilfreich für Proben, kleine Gigs und für das Studio. Obwohl es sich um einen Transistorverstärker handelt, kann er wie ein Vox-Röhrenverstärker mit einem unglaublich warmen Clean-Sound klingen, der positiv überrascht. Er kann aber auch einen tollen Overdrive-Sound liefern, wenn man ein bisschen herumprobiert. Der Amp ist auch ausgesprochen anschlagsdynamisch. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl entlockt der Gitarrist diesem Verstärker eine relativ große Bandbreite an Sounds. Dazu punktet er mit einem wertigen Gehäuse, und das alles zu einem durchaus sehr akzeptablen Preis. Richtpreis: ab 65,99 €.

⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐  (9)

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Fender Mustang I V.2

Mini-Gitarrenverstärker TestFazit: Viele Speicherplätze, geeignet für Sudio-Versuche

Das Besondere an diesem 20-Watt-Verstärker mit Acht-Zoll-Lautsprecher sind seine 24 Sound-Speicherplätze, von denen acht mit Werkseinstellung kommen und 16 weitere selbst eingestellt werden können, wahlweise auch mit der Fender-Fuse-Software (herunterladbar auf fender.com).

Der Fender Mustang lässt sich auch an den Computer anschließen und eignet sich damit auch sehr gut für kleine Studioaufnahmen. Der Verstärker ist solide gebaut. Nachteil vielleicht nur: Der Verstärker hat keinen „Mitten“-Regler. Dafür muss man eben mehr herumprobieren mit den ausgesprochen vielfältigen Sound- und vorprogrammierter Effektemöglichkeiten. Mit USB Anschluss- und AUX Eingang. Richtpreis: ab 134,90 €.

⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ (9)

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Fender Frontman

Mini-Gitarrenverstärker TestFazit: Für alle, die den Fender-Sound lieben

Der Zehn-Watt-Verstärker mit Sechs-Zoll-Lautsprecher ist ein praktischer Übungsverstärker zum günstigen Preis. Er hat zwar keinen „Mitten“-Equalizer-Regler, dafür aber Kopfhöreranschluss, um die Nachbarschaft beim Spielen nicht allzu sehr zu stören, dazu ein Gain- und ein Overdrive-Schalter. Leider fehlt eine Reverb- bzw. Delay-Funktion, für den Preis ist der Verstärker aber ein sehr gutes Gerät für alle, die zu Haus üben wollen. Mit AUX-Eingang für 3,5mm-Klinke, über die ein mp3-Spieler oder das Smartphone zugeschaltet werden können. Der Übungsverstärker kommt mit wertigem Sperrholz-Gehäuse und liefert einen ordentlichen Sound. Richtpreis: ab 73,75 €.

⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ (8)

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Orange Crush Mini

Mini-Gitarrenverstärker TestFazit: mit dem legendären Orange-Sound

Zum Spottpreis bekommt man hier einen Mini-Gitarrenverstärker, der zwar nur einen Vier-Zoll-Lautsprecher hat und eine Leistung von drei Watt. Dafür punktet er mit eingebautem Stimmgerät und dem legendären Orange-Klang mit einer Riesenbandbreite an warmen Sounds, steuerbar mit den speziellen Orange-Reglern. Der Miniverstärker ist mit aufgedrehtem Gain erstaunlich laut. Mit AUX-Eingang für ein 3,5-Klinkenkabel. Leider gibt es keinen Ein- und Aus-Schalter. Das wird vom Hersteller als Vorteil gepriesen, für Pausen beim Spielen ist es aber für manche möglicherweise eher ein Nachteil. Der Betrieb erfolgt wahlweise auch mit 9-Volt-Batterien. Richtpreis: ab 50,80 €.

⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ (8)

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RockJam RJ20WAMP

Mini-Gitarrenverstärker TestFazit: Übungsverstärker zum Schnäppchenpreis.

Der RockJam Gitarren-Verstärker erlaubt Umschalten vom Clean- zum Overdrive-Modus, verfügt über einen Gain-Regler für die Intensitäts-Steuerung des Overdrive Kanals und hat sogar einen Drei-Band-Equalizer inklusive Mittenregelung. Der Mini-Gitarrenverstärker ist auch mit einem Kopfhörerausgang ausgestattet und bringt mit 20 Watt erstaunlich kräftige Lebenszeichen von sich. Inklusive praktischem Staufach an der Rückseite des Verstärkers, um das Netzkabel zu verstauen. Richtpreis: ab 44,99 €.

⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐ (7)

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Nennleistung von Mini-Gitarrenverstärkern

Die Nennleistung eines Verstärkers, gemessen in Watt, ist ein guter Indikator für die Lautstärke eines Verstärkers. Es ist jedoch wichtig zu wissen, wie Wattleistung und Volumen in Beziehung stehen. Ein 10-Watt-Verstärker klingt in etwa doppelt so laut wie ein 1-Watt-Verstärker. Die Wattzahl ist ein besserer Indikator dafür, wie laut ein Verstärker aufgedreht werden kann, bevor er zu verzerren beginnt. Zehn Watt reichen aus, um in einem Heim oder einer Wohnung problemlos hörbar zu sein, und 1 Watt ist großartig, wenn du spielen willst, ohne deine Mitbewohner übermäßig zu stören.

Funktionen, die viel helfen

Die meisten Übungsverstärker verfügen zumindest über einen AUX-Eingang und einen Kopfhörerausgang. Mit dem AUX-In kannst du zusätzlich zur Gitarre ein anderes Gerät anschließen, sei es ein mp3-Gerät, ein CD-Spieler oder dein Mobiltelefon mit aufgenommenen. Der Kopfhörerausgang ist ein Muss, wenn dein Übungsraum dünne Wände und deine Nachbarschaft dünne Nerven hat.

Es gibt zwei Funktionen, die bei Übungsverstärkern immer beliebter werden: ein Metronom und ein Looper. Ein Metronom spielt Noten mit einer konstanten Geschwindigkeit und gibt so den Rhythmus zum Üben vor. Ein Looper nimmt eine kleine Audiospur auf (zum Beispiel eine Songbegleitung, die du spielst) und spult sie dann hintereinander immer wieder ab so oft du willst. Du kannst dann dazu Solo spielen, bist also gleichzeitig Solist und dein eigener Rhythmusgitarrist.

Einige Übungsverstärker verfügen über ein Bühnenmonitor-Design, das den Lautsprecher nach oben richtet, so dass du ihn während des Spiels auf dich richten kannst. So wird der Übungsverstärker zur Monitor-Box.

Tragbarkeit

Es gibt zwei Haupteinsatzgebiete für Mini-Gitarrenverstärker. Erstens: Fürs Üben zu Hause, und zweitens: Fürs Aufwärmen vor einem Auftritt. Wenn du Letzteres gerne nützen willst, solltest du dich auch um einen Verstärker mit relativ wenig Gewicht umschauen, etwa  mit einem Acht-Zoll-Lautsprecher. Wenn dir der Sound nicht besonders wichtig ist, weil es dir nur um die Fingergeläufigkeit geht, kannst du auch einen besonders handlichen Mikro-Verstärker nehmen.

Lautsprecher

In der Regel gilt: Je höher die Leistung des Verstärkers, desto lauter wird es. Die Lautsprechergröße ist aber mindestens ebenso wichtig  wie die elektrische Leistung. Bei kleineren Lautsprechern fällt es schwer, tiefe Frequenzen zu erzeugen, wodurch der Klang als „dünner“ empfunden wird als der Klang, den du von einem größeren Lautsprecher erhältst. Mit zunehmender Lautsprechergröße werden die Verstärker allerdings auch gewichtsmäßig schwerer. Einige Hersteller verwenden inzwischen speziell entwickelte Lautsprecher, die zwar klein sind, aber dennoch einen wirklich vollen und musikalischen Klang erzeugen.

Der gute Ton

Was ist ein guter Verstärkerklang? Das ist extrem subjektiv. Es hängt auch davon ab, welchen Musikstil du spielst. Wenn du einen Übungsverstärker suchst, um z. b. Country zu spielen, wählst du einen Verstärker, der einen ordentliche Clean-Sound bietet. Wenn du Metal üben willst, brauchst du einen anderen Klang. Manche Mini-Gitarrenverstärker bieten aber auch schon Modeling-Technik, so dass du verschiedene Sounds modellieren kannst.

Auch Mini-Gitarrenverstärker verfügen meist über verschiedene Kanäle, im Allgemeinen einen Einfang für Clean-Sound und einen für angezerrten Sound. Viele Mini-Verstärker bieten auch eingebaute Effekte, von Distortion über Overdrive, Delay, Reverb, Chorus, Flanger und Tremolo. Wenn du für deinen Musikstil diese Effekte brauchst, ist es sinnvoll, einen entsprechenden Mini-Gitarrenverstärker zu wählen. Wenn du aber nur Clean spielst und eventuell noch einen Reverb-Effekt dazuschalten willst, kannst du für das gleiche Geld einen Verstärker höherer Qualität bekommen, wenn du auf die vielen anderen Spezialeffekte verzichtest.

Zusätzliche Ausgänge

Die meisten Mini-Gitarrenverstärker sind mit zusätzlichen Ausgängen ausgestattet, am häufigsten sind ein Kopfhöreranschluss und – immer öfter – ein USB-Ausgang. Über einen USB-Ausgang kannst du deinen Verstärker für eine einfache Aufnahme auf deinem Computer anschließen. Einige Verstärker verfügen auch über eine Software, mit der du verschiedene Klang-Parameter bearbeiten kannst, wenn dein Verstärker an den PC angeschlossen ist.

Kopfhörer-Verstärker

Es gibt noch eine Alternative zum Mini-Gitarrenverstärker mit Kopfhörer: eigene Kopfhörerverstärker – sehr beliebt zum Üben, da kein stationärer Verstärker notwendig ist und der Gitarrist daher mehr Bewegungsfreiheit beim Üben hat. Kopfhörerverstärker gibt es in vielen verschiedenen Formen, aber die beliebtesten sind kompakte kleine Geräte, die sich direkt an die Gitarre anschließen lassen. Einziger Nachteil: Es müssen regelmäßig Batterien regelmäßig ausgetauscht bzw. aufgeladen werden. Kompakte Kopfhörerverstärker, die an den Hosengürtel geclippt werden, sind ebenfalls mobil, erfordern jedoch ein zusätzliches Kabel für den Anschluss an Ihre Gitarre.