Akustik-Gitarrenverstärker im Test

Wer Akustikgitarre spielt, sollte sich einen Verstärker speziell für sein Akustikinstrumente anschaffen. Denn Akustikgitarren-Verstärker unterscheiden sich in der Natur von E-Gitarrenverstärkern. Wir zeigen hier in unserem Test die besten Akustikverstärker.

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Platz 1: Marshall AS50D Acoustic Soloist

Akustik-Gitarrenverstärker TestFazit: für alle, die nagurgetreue, satte Leistung wollen

Der Testsieger unter den Akustik-Gitarrenverstärkern punktet mit einem ausgesprochen linearen Wiedergabeverhalten, das einen sehr naturgetreuen Instrumentalsound ermöglicht. Mit seiner satten Leistung von 50 Watt (RMS) ist der AS50D optimal für kleine Bühnen geeignet. Zumal bei Bedarf am Line-Out oder dem symmetrischen Di-Out immer noch ein Anschluss für ein Mischpult zur Verfügung steht. Mit dem Phasenschalter und dem Notch-Filter reduziert der Marshall die Gefahr von Rückkopplungen. Der Combo mit zwei mal Acht-Zoll-Lautsprechern verfügt über ein hochwertiges Polymer-Hochtonhorn und bietet einen warm klingenden Digital-Chorus, einen parallelen Effektweg und Digitalhall, wobei die Effekte den beiden Eingangkanälen (Instrument und Mikrofon) nach Belieben zugeordnet werden können. Ein Mitten-Regler fehlt, dafür bietet der Marshall einen Mikrofoneingang mit Phantomspeisung und eine sehr wertige Verarbeitungsqualität. Gewicht: 14,5 Kilo. Richtpreis: ab 288 €.

⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ (10)

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Platz 2: Schertler JAM 100 Wood

Akustik-Gitarrenverstärker TestFazit: für Liebhaber authentischen Klangs

Die Akustik-Gitarrenverstärker des Schweizer Herstellers Schertler sind in punkto authentischer Signal-Wiedergabe vielleicht die besten weltweit. Der Jam 100 Wood überzeugt diesbezüglich auch voll mit einem Einzoll-Hochtöner und einem Sechs-Zoll-Woofer. Dazu bringt er gleich vier Kanäle, davon zwei Mikrofon-Eingänge mit Phantomspeisung. Für jeden Kanal(außer für einen) gibt es ganz separate Regelungen über jeweils einen Dreiband-Equalizer und eine Effektregelung. Dazu hat der Akustikverstärker zwei Ausgänge (DI und recording). Auch beim Anschluss an eine PA-Anlage liefert der Schertler sauberen Klang. Und das originelle Holzdesign gibt dem Jam 100 Wood ein sehr wertiges Aussehen. Der Preis ist dafür allerdings auf Schertler-Level. Richtpreis: ab 699 €.

⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ (10)

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Platz 3: Fishman Loudbox Artist

Akustik-Gitarrenverstärker TestFazit: für alle, die transparenten Akustiksound lieben

Die Loudbox hat einen sehr transparenten Clean-Sound und eine tolle Ausstattung: Zwei Kanäle, individuell steuerbar mit jeweils einem Drei-Band-Equalizer und mit eigenen Effektstärke-Reglern. Dazu für jeden Kanal einen eigenen Anti-Feedback-Regler, AUX-Eingänge mit eigenem Volumen-Regler für 6,3mm-Klinke und für 3,5mm-Klinke. Die Loudbox hat zudem für jeden Kanal einen Effekt-Loop auf der Rückseite und auf der Vorderseite eine zweifache digitale Effekt-Sektion mit Reverb, Chorus, Flanger, Delay, Echo und Slap Echo. Für Beide Kanäle und Main Mix: 24 V Phantom Power für Kondensator Mikrofone). Sehr angenehm für Spielpausen: Die Mute-(Stumm-)Schaltung. Dazu gibt es einen Kopfhörer Ausgang. Der Acht-Zoll-Lautsprecher ist in einem Zehn-Grad-Winkel nach oben geneigt. Der Verstärker bietet 120 Watt Power. Gewicht: 11,6 Kilo. Inklusive 6-Meter-Instrumentenkabel. Richtpreis: ab 530 €.

⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ (9)

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Platz 4: Fishman Loudbox Mini

Akustik-Gitarrenverstärker TestFazit: für alle, die transparenten Akustiksound lieben

Die Loudbox Mini kommt mit etwas weniger Features als die Loudbox Artist, überzeugt aber mit sensationellem, klaren Klang, auch bei hoch aufgedrehter Lautstärke. Die 60 Watt stehen dem Artist in punkto lautstärker nur wenig nach. Der um zehn Grad nach oben geneigten 6,5-Zoll-Woofer und der 1-Zoll-Hochtöner bieten ein bemerkenswert authentisches Klangerlebnis. Die Loudbox Mini wartet mit einem Gitarren- und einem XLR-Mikrofon-Eingang auf, mit zwei AUX-Eingängen (6,3mm- und 3,5mm-Klinke), hat Digital Reverb and Chorus und eine Feedback-Unterdrückungsfunktion sowie auf der Rückseite einen XLR-Ausgang, um den Verstärker z. B. an ein Mischpult anschließen zu können. Richtpreis: ab 279 €.

⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ (9)

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Platz 5: Stagg 40 AA Reverb Acoustic

Akustik-Gitarrenverstärker TestFazit: für alle, die sauberen Sound zu guten Preien suchen

Der Akustik-Gitarrenverstärker erzeugt mit seinem Zehn-Zoll-Lautsprecher und seinen 40 Watt Leistung einen sauberen Sound, auch bei großer Lautstärke, mit ordentlichem Bass. Der Akustik-Gitarrenverstärker verfügt über Federhall, Klinken- und XLR-Eingang, Dreiband-Equalizer mit parametrischem Mitten-Regler, Kopfhörerausgang und Stereoklinkeneingang für Kassetten/CD/mp3-Spieler. Dazu kommt er mit einem ansprechenden Retro-Design daher und bietet insgesamt viel Akustikverstärker zu einem günstigen Preis, für Partys und Auftritte in einem kleineren Rahmen, Gigs in Gasthäuser etc. Richtpreis: ab 168,50 €.

⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ (9)

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Platz 6: Behringer Ultraacoustic

Akustik-Gitarrenverstärker TestFazit: für alle, die sparen wollen

Vielseitiger akustischer Instrumentenverstärker mit zwei Kanälen und einem Acht-Zoll-Lautsprecher mit zwei Kegeln für einen breiten Frequenzbereich. Das ist Basis für eine Verstärker-Ausgangsleistung von 15 Watt. Das reicht für kleine Gigs, für Aufnahmen und den Proberaum, ist für ein größeres Publikum aber nicht mehr wirklich stark genug. Neben dem Gitarreneingang steht noch ein Mikrofoneingang mit separater Lautstärkeregelung zur Verfügung sowie ein CD-Eingang. Dazu kommt ein Dreiband-Equalizer und ein Kopfhörer-Ausgang. Der Akustik-Gitarrenverstärker hat einen gediegenen Akustik-Sound und ist mit 5,3 Kilogramm ein mobiles Leichtgewicht. Dazu kommt der tolle Richtpreis: ab 79,00 €. 

⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ (8)

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Akustik-Gitarrenverstärker: Die Unterschiede

Ein normaler E-Gitarrenverstärker soll den Klang auf angenehme Weise einfärben und einen wesentlichen Teil zur Tonbildung beitragen. Auf dieser Funktion beruht auch die Berühmtheit vieler klassischer E-Gitarrenverstärker. Ein Akustik-Gitarrenverstärker dagegen soll das Eingangssignal der Gitarre nicht verändern, sondern vielmehr den Klang Ihres Instruments so genau wie möglich mit so wenig Farbgebung wie möglich wiedergeben, soll also höchstmögliche „Transparenz“ bieten.

Geringere Lautstärke

E-Gitarrenverstärker werden gerne im Volumen voll aufgedreht, was dann – erwünschte – Verzerrer-Effekte zur Folge hat. Bei einem Akustik-Gitarrenverstärker ist das in der Regel unerwünscht. Daher wird die Lautstärke normalerweise begrenzt, bevor eine signifikante Verzerrung eintritt. Achtung! Dies führt dazu, dass akustische Verstärker bei gleicher Nennleistung nicht so laut klingen wie E-Gitarren-Verstärker. Käufer von

Liebhaber von Akustik-Gitarrenverstärkern müssen also ihre Lautstärkeerwartungen an diesen Umstand anpassen. Akustikverstärker mit zehn bis 40 Watt Leistung liefern tolle Ergebnisse in einem kleinen Raum, sind aber in der Regel zu leistungsschwach für Auftritte im Gasthaus oder in einem Club.

Mikrofon-Eingänge

Wer Akustik-Gitarrenverstärker nützt, kann seine Akustikgitarre über Kabel anstecken, wenn die Akustikgitarre einen Tonabnehmer eingebaut hat. Er kann aber auch den Gitarren-Ton über Mikrofon abnehmen und das Mikro an den Akustikgitarren-Verstärker anstecken. Vielleicht verwendest du ein Mikrofon auch, um zu deinem Gitarrenspiel zu singen. Denn Akustik-Gitarrenverstärker funktionieren nicht nur gut mit akustischen Gitarren, sondern auch mit Gesang und anderen akustischen Instrumenten, deren Klang über Mikrofone oder Tonabnehmer abgenommen wird, wie Violine oder Ukulele.

Phantomspeisung

Wenn du Sie Kondensatormikrofone verwendest, benötigst du einen Akustik-Gitarrenverstärker, der Phantomspeisung liefert (sofern das Mikrofon keine Batterien verwendet). Verschiedene Verstärker bieten unterschiedliche Spannungsniveaus, wobei 15 V, 24 V und 48 V am häufigsten verwendet werden. Vergewissere dich, dass der gewünschte Verstärker mit den verwendeten Kondensatormikrofonen kompatibel ist. Wenn du nur dynamische Mikrofone verwendest, ist dies alles kein Problem.

Etliche Verstärker verfügen über unabhängige Kanäle für Mikrofone und Instrumente, andere nicht. Beides kann sinnvolle sein. Es hängt von den musikalischen Erfordernissen ab.

Rückkoppelungs-Gefahr

Ein leidiges Problem ist bei Akustik-Gitarrenverstärker, die Gefahr von Rückkoppelungen: Weil das Mikrofon bzw. der Tonabnehmer der Gitarre nicht nur den Gitarrenton aufnimmt, sondern zusätzlich auch das, was aus dem Akustikverstärker kommt, potenzieren sich bestimmte Frequenzen und führen dann zu unangenehmen, schmerzhaften Rückkoppelungen. Diese Gefahr kann man verringern, indem man die Lautstärker zurückdreht, oder über die Equalizer-Regelungen (Höhen, Mitten, Tiefen) bestimmte rückkoppelungsfreudige Frequenzen zurückdreht.

Welche Frequenzen das sind, ist jeweils unterschiedlich, es hängt von den räumlichen Bedingungen ebenso ab wie von der gewählten Spielweise. Da musst du eben viel ausprobieren. Rückkoppelungen kannst du auch verhindern, indem du Mikrofon und Gitarre nicht unmittelbar vor den Verstärker stellst oder indem du den Verstärker etwas anders platzierst.

Am einfachsten ist es, einen Akustik-Gitarrenverstärker mit eingebauter Anti-Feedback-Funktion zu nützen. Es gibt unterschiedliche technische Ansätze für das Rückkoppelungs-Problem. Als besonders effektiv gelten so genannte Notch-Filter, die besonders schmalbandig arbeiten, d. h. nur ganz wenige rückkoppelungsfreudige Frequenzen niederregulieren, die restlichen Frequenzen unberührt lassen und damit das Klangbild fast unverändert belassen.

Eingänge bei Akustikgitarren-Verstärkern

Einige Akustik-Gitarrenverstärker bieten auch einen 3,5-mm- oder Stereoeingang, sodass Sie ein tragbares Audiogerät wie einen iPod oder ein Smartphone anschließen und mit Aufnahmen oder Playbacks mitspielen können. Und etliche Akustikverstärker ermöglichen Audio Streaming via Bluetooth. Damit kannst du Backing Tracks vom Ipad oder Smartphone drahtlos empfangen und abspielen.

Lautsprecher

Einige Hersteller bieten Mehrweg-Lautsprechersysteme (Basstöner, Mitteltöner und Hochtöner, Bassreflex-Systeme) an, es gibt die Variante mit einem zusätzlichen Bass-Woofer. Andere Hersteller arbeiten mit Breitbandlautsprechern, die einen sehr breiten Frequenzbereich abdecken.

Eingebaute Effekte

Reverb ist der am häufigsten hinzugefügte Effekt bei Akustik-Gitarrenverstärkern, da er dem Klang mehr Raum und Textur verleiht. Einige Verstärker verfügen über eine Reihe zusätzlicher andere Effekte, zum Teil von beschränkter Funktion. Gute Akustik-Gitarrenverstärker können aber auch bei eingebauten Sonder-Effekten durchaus ausgezeichnet punkten.

Wenn du einen akustischen Gitarrenverstärker speziell für dein Heimstudio willst, also für Musikaufnahmen, solltest du ein Modell in Betracht ziehen, das mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet ist, die deiner Aufnahme mehr Tiefe verleiht. Einige Hersteller haben mit der Herstellung von Modellierungsverstärkern mit niedriger Wattleistung begonnen, die den Klang verschiedene Arten von Gitarren mit Mikrofon und verstärkten Gitarren simulieren. Das eröffnet viele Klangmöglichkeiten.

Akustikgitarren-Verstärker mit FX-Loop

Manche Akustik-Gitarrenverstärker besitze wie etliche E-Gitarrenverstärker eine Effektschleife mit einem FX-Ausgang und einem FX-Eingang. Hier kann man Effektgeräte anschließen, deren Signal nicht durch den Vorverstärker-Teil des Verstärkers geht und so mehr unverfälschte Wirkung entfaltet.

Akustikgitarren-Verstärker mit Batterie

Gerade für Straßenmusikanten sind Akustik-Gitarrenverstärker mit Batterie- bzw. Akku-Betrieb wichtig. Wenn du dich dafür interessierst, schaue dich auf unserer Seite für batteriebetriebene Verstärker um!