Gitarrenverstärker Test

Gitarrenverstärker Test
Michael Riedler
  • Du bist Gitarrist und suchst einen Gitarrenverstärker?
  • Du willst das richtige Equipment, um in einer Band mitzuspielen oder öffentlich aufzutreten?
  • Wir haben die besten Gitarrenverstärker herausgesucht, vor allem kompakte Combos für Einsteiger, und haben sie  im Test verglichen, in mehreren Bereichen, für jeden Geldbeutel und verschiedene Anwendungen.

 

Platz 1: Marshall MG101CFX Combo 100 W

Gitarrenverstärker TestUnser Testsieger: Der Verstärker aus der MG-Serie von Marshall bietet qualitätvollen analogen Klang mit Effekt-Modelling-Komponenten. Mit 100 Watt RMS-Dauerleistung und 12-Zoll-Lautsprecher sorgt er für druckvollen Sound. Zar gibt es nur einen Gitarreneingang, der lässt ich dafür sehr vielfältig steuern: mit Voreinstellungen (Clean, Crunch, OD1 und OD2), einem Dreiband-Equalizer sowie Regelmöglichkeiten für vier verschiedene Delays und Zusatzeffekten wie Spring-Reverb, Chorus, Phaser, Flanger, Oktave und Echo. Drei Effekte sind gleichzeitig möglich. Ein programmierbarer Fußschalter MR-PEDL90008 (mit Stimmgerät-Funktion) ist optional erhältlich. Dazu hat der Combo einen mp3-Input und einen  Kopfhörerausgang mit Lautsprecherstummschaltung. Preis: 412 €.

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Platz 2: Boss Katana-50 Gitarrenverstärker

Gitarrenverstärker TestDieser 50-Watt-Verstärker bringt dank seines 12-Zoll-Custom-Lautsprechers satten Sound über das ganze Frequenzspektrum und hat einfach zu bedienende Einstellungsmöglichkeiten: Per Regler auswählbar sind fünf Verstärkertypen: Clean, Crunch, Lead, Brown und Acoustic. Dazu ist die Zuschaltung von 55 Effekten möglich, die mit der BOSS-Tone-Studio-Editor-Software ausgewählt und angepasst werden können. Bis zu 15 Effekte können intern gespeichert werden (jeweils drei lassen sich simultan verwenden). Wobei es zwei Speicher gibt: für eigene Verstärker- und für Effekteinstellungen. Dazu bietet der Gitarrenverstärker mehrere Leistungsmodi, von 0,5 Spezial-Gimmick: ein eingebauter Kippständer für den Monitoreinsatz auf der Bühne. Gewicht: 11,6 Kilogramm, Preis: 219 €.

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Platz 3: Vox Valvetronix VT100X

Gitarrenverstärker TestDer Verstärker hat zwar nur einen Zehn-Zoll-Lautsprecher, bringt aber kräftige 100-Watt Leistung mit großartigem klaren und lautem Sound. Wenn man die „Tone Room“-Editor-Software verwendet, verwandelt sich der Valvetronic in einen vielseitigen Modeling-Amp mit einer großen Zahl an Verstärker-Typen und Effekten, von Flanger über Phaser, Tremolo Delay bis zu vier Reverb-Typen, das alles auf acht Speicherplätzen fixierbar. Dazu bietet der Verstärker Rauschunterdrückung: Neben dem Gitarreneingang steht noch eine AUX-In-Buchse, ein Fußpdealinput und ein Mini-USB-Eingang zur Verfügung, daneben ein Kopfhöherausgang. Gewicht: 18,9 Kilo. Preis: 423,99 €.

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Platz 4: Fender Champion 100

Gitarrenverstärker TestDer zweikanalige Gitarrenverstärker hat 100 Watt Leistung und bietet zwei voneinander unabhängige Effektsektionen für beide Kanäle und zwei Zwölf-Zoll-Lautsprechern. Er ist qualitätvoll verarbeitet, Metallkanten schützen etwa den Amp vor Stoßschäden. Der Clean-Kanal hat einen Zweiband-Equalizer (es fehlt der Mitten-Regler) und einen Effektregler. für Reverb, Delay/Echo, Chorus, Tremolo, Vibratone, and andere Effekte. Delay-Zeit und Tremolo-Geschwindigkeit können mit dem TAP-Button geregelt werden. Aufwendiger sind die Möglichkeiten beim Overdrive-Kanal mit Dreiband-Klangregelung und einer Auswahl aus 16 verschiedenen Grundsounds, die über einen entsprechenden Drehregler angewählt werden. Es steht ein Aux-In bereit und ein Kopfhöreranschluss im Miniklinkenformat, dazu ein Effekt In und Out zum Einschleifen externer Effekte-Eingänge. Gewicht: 17,9 Kilogramm, Preis: Preis: 301€.

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Platz 5: VOX VX2 digitaler Modeling-Amp

Gitarrenverstärker TestDer VOX VX2 Gitarrencombo ist ein Modeling-Amp, der den Klang und die Charakteristik berühmter Verstärker nachmodelliert. Zur Verfügung stehen elf Verstärkermodelle, inklusive des VOX AC30, sowie mehrerer High-Gain-, Crunch- und Clean-Sounds. Mitgeliefert wird außerdem die – sonst teure – Software JamVox, mit der du z. B. die Sologuitarre oder den Gesang aus Songs ausblenden und sie über den Verstärker einspielen kannst. geblendet werden und dann über den AUX-In-Anschluss im Verstärker selbst eingespielt werden. Der VOX VX1 bietet vier Modulationseffekte (Chorus, Flanger, Org Phase, Twin-Trem, dazu vier Typen von Delay und Reverb-Effekten. Er hat eine Buchse für einen Fußschalter, einen USB-Port und mit seinem Acht-Zoll-Lautsprecher ein Gewicht von 3,8 Kilogramm. Leistung: 30 Watt. Preis: 122 €.

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Gitarrenverstärker machen den Klang

Gitarrenverstärker Gitarristin mit Gitarre Test Preisvergleich Pixabay

Der Begriff „Gitarrenverstärker“ an sich ist fast irreführend. Sicher, ein Verstärker tut, das, was der Name sagt: Er verstärkt deine Gitarre – aber Gitarrenverstärker leisten wirklich viel mehr. Ein Gitarrenverstärker (englisch: „amplifier“ oder einfach: „amp“) wird von gar nicht so wenigen Gitarristen als wichtiger angesehen als die Gitarre selbst. Daher gibt es auch Musiker mit starken Markenpräferenzen, für Fender, Marshall, Vox und Orange und ähnliche Brands, die seit Jahrzehnten die Grundlage für Gitarrenspieler weltweit bilden.

Tatsächlich macht ein guter Gitarrenverstärker enorm viel für den Klang aus, denn ein Verstärker macht mehr als nur die Lautstärke zu erhöhen. Er ändert das Signal der Elektro- oder Akustikgitarre und färbt den Ton neu, bevor er das Signal an den oder die Lautsprecher weiterleitet.

Abgesehen von der Lautstärke haben Gitarrenverstärker die Möglichkeit, Bässe und Höhen, zumeist auch mittlere Frequenzen individuell stark einzustellen. Verstärker zu können deinem Sound Wärme oder Biss verleihen, können einen puren Clean-Klang bieten oder fulminante Verzerrer-Sounds.

Combos im Test

In unserem Gitarrenverstärker Test haben wir ausschließlich „Combo-Geräte“ getestet, also solche, bei denen sich Verstärker und Lautsprecher in einem einzigen Gehäuse befinden – zum Unterschied von Multi-Piece-Setups (Stacks), bei denen Verstärker und Lautsprecher in zwei verschiedenen Gehäusen stecken. Combos sind unkomplizierter zu transportieren und sind auch schneller und einfacher aufgebaut. Wenn es nicht auf die ganz große Bühne geht, reicht ein Combo normalerweise auch völlig aus.

Röhrenverstärker

Die ältesten Gitarrenverstärker waren Röhrenverstärker. Dabei werden Elektronenröhren zur Verstärkung niederfrequenter elektrischer Signale verwendet. Diese großen zylindrischen Röhren sind aus Glas und werden heiß. Röhrenverstärker benötigen denn auch mehr Wartung. Trotz aller Nachteile erzeugen Röhrenverstärker aber einen unvergleichlich guten Klang. Deshalb versuchen einige moderne digitalen Modeling-Verstärker sogar die Klangeigenschaften von Röhrenverstärkern nachzuahmen– mit durchaus respektablen Ergebnissen.

Vor- und Nachteile der Röhren

Röhrentechnik wird aber auch noch eingesetzt – auch in Gitarrenverstärkern sowie in High-Fidelity-Verstärkern, wegen ihrer Klangeigenschaften, die von etlichen Top-Gitarristen immer noch als Standard betrachtet werden. Röhrenverstärker haben einen wärmeren, strukturierteren Klang und sind für die einzigartige Art von natürlicher Verzerrung, die sie erzeugen, hoch geschätzt. Eine Verzerrung, die mit anderen Mitteln kaum zu erreichen ist.

Röhrenverstärker werden bei als  deutlich lauter empfunden als Transistor-Verstärker, wenn alle anderen Faktoren gleich sind (gleiche Lautsprecher, Leistung usw.)..Röhrenverstärker haben mehr Gewicht als Transistorverstärker, werden im Betrieb heiß und sind teurer: der Klang hat eben seinen Preis…

Transistorverstärker

Im Vergleich dazu haben Transistor-Amps einen saubereren, etwas „kälteren“ Sound. Sie sind billiger, wartungsärmer, leichter und tragbarer und generell zuverlässiger als Röhrenverstärker. Transistorverstärker, auch „Solid State“-Verstärker genannt, sind in der Regel preisgünstiger und einfacher zu warten. Sie sind die heute gängigen Verstärker. Sie stehen für sauberen Klang, Temperaturunempfindlichkeit und vergleichsweise geringes Gewicht sowie für große Zuverlässigkeit im Betrieb.

Die Mehrheit der „ernsthaften“ Spieler neigt zwar auch heute noch zum Röhrenverstärker, doch allmählich ändert sich hier die Einstellung, da die Hersteller von Gitarrenverstärkern erstaunlich gut klingende neue Geräte auf den Markt bringen, die auf moderne Transistor-Technologie beruhen. Einsteiger wählen in der Regel Transistorverstärker, weil sie kostengünstig sind und ordentliche Ergebnisse abliefern. Das Preis/Leistungs-Verhältnis ist also sehr gut.

Ganz spezieller Sound

Jeder bekannte Hersteller von Gitarrencombos Marshall, Fender, Hughes & Kettner, Peavey, Vox, Line6, Laney, Orange und viel andere mehr verpasst seinen Produkten einen ganz speziellen, charakteristischen und wiedererkennbaren Sound. Die Preise von Gitarrenverstärkern reichen von 30 Euro für den günstigen Mini-Verstärker zum Üben bis … naja, nach oben gibt es kaum eine Grenze, aber über 3000 Euro liegen nur ganz spezielle Modelle, oft handgelöteten Stereo-Röhrenverstärker.

Wie viel Leistung?

Wie viel Watt soll dein Verstärker haben? Das hängt davon ab, wie du deinen Gitarrenverstärker einsetzen willst: Für Club-Auftritte und sogar in kleinen Sälen sind die heutigen Combos gut gerüstet, um die nötige Power zu liefern. Wenn du dagegen mehr Power willst, um ein sehr großes Auditorium zu bespaßen, wähle entweder einen leistungsstarken Stack mit ordentlicher Lautsprecherbox oder zu klinkst dich mit deinem Combo in die leistungsstarke PA-Anlage (Public Address-Anlage) der Band ein.

Digitale Modeling Amps

Digitale Modeling-Verstärker bieten das Beste aus allen Verstärker-Welten, aus Röhren- und Transistor-Geräten. Sie liefern heute fast jeden Klang oder Effekt liefert, den du brauchst und eignen sich auch hervorragend als Studioverstärker. Diese Modeling-Amps bieten alles von reinen Rhythmus-Tönen bis hin zu Verzerrern und vielen „must have“ -Effekten wie Reverb, Chorus, Phase, Flansch und Delay.

Darüber hinaus ahmen digitale Modeling-Verstärker auch die Klangeigenschaften bestimmter berühmter Verstärker nach. So kann ein 2 x 12-Zoll-Modellierverstärker wie ein klassischer 1 x 10-Zoll-Tweed klingen oder ein moderner starker 4 x 12-Zoll-Stack. Die Klänge werden mittels Computermodellierung produziert. Digital-Modeling-Verstärker sind auf diese Weise extrem flexibel und können eine Vielzahl von Effekten erzeugen.

Sicher rümpfen Puristen bei Modeling-Amps heute noch teilweise die Nase. Doch die fortschreitende Technik mit ihren neuen Möglichkeiten lässt solche skeptischen Stimmen immer mehr verstummen. Ein Modeling-Verstärker ist im Vergleich zu anderen Verstärkern am leichtesten und auch sehr kostengünstig.

Amp ersetzt das Pedalboard

Wer eine Vielfalt von Gitarrensounds nützen möchte und nicht in ein riesiges Board an Fußtreter-Effekten investieren will, ist mit einem Modeling-Amp gut bedient. Sicherlich. Viele Profis, die sich ihr Pedalboard-Arsenal im lauf der gegebenenfalls liebevoll zusammengebastelt haben, wollen darauf nicht verzichten und bevorzugen dafür lieber einen Röhrenverstärker oder Transistorverstärker ihrer Markenwahl statt eines Modeling-Verstärkers. Diese geben aber Gitarristen die Freiheit, ohne Pedalboards und vielen externen Effektgeräten zu

Modeling-Verstärker entwickeln sich mit einer rascher Geschwindigkeit und die technologischen Fortschritte bringen immer neue Klangmöglichkeiten mit sich. So können die Spieler ihre Sounds mühelos umschalten und einen eigenen einzigartigen Klang finden.

Vor großem Publikum

Wenn du vor einem große Auditorium spielst, musst du den Sound deines Gitarrenverstärkers auf die leistungsstarke PA- (public-address-) Anlage leiten. Viele Gitarrenverstärker haben entsprechende frequenzkorrigierte Direktausgänge, über die du eine Kabelverbindung zur PA-Anlage herstellen kann. Die Alternative, und das ist die traditionelle Methode, ist die Abnahme des Verstärkersounds per Mikrofon, das an die PA-Anlage angeschlossen wird.

Achtung: Die PA-Anlage verändert den Sound des Gitarrenverstärker-Signals immer etwas. Auch spielt eine Rolle, wie etwa das Mikro vor dem Verstärker platziert wird. Hier ist Probieren angesagt. Bei guter individueller Einstellung auch der PA-Anlage kann man aber dem Originalsound sehr nahe kommen. Wermutstropfen: Es kann von Konzert zu Konzert schwierig sein, immer die gleiche Einstellung zu erreichen.

Watt und Volumen

Die Leistung von Gitarrenverstärkern ist einer der am meisten missverstandenen Bereich der Gitarrenausrüstung. Wenn du einen 50-Watt-Verstärker und einen 100-Watt-Verstärker vergleichst, neigst du vielleicht zur Meinung, dass der 100-Watt-Verstärker doppelt so laut ist wie der 50-Watt. Nun, so einfach ist es nicht. Tatsächlich ist ein 100-Watt-Verstärker bei sonst gleicher Ausstattung vielleicht nur drei dB lauter als ein 50-Watt-Verstärker. Das ist merklich lauter, aber bei weitem nicht doppelt so laut. Deshalb kann ein kleiner Verstärker mit fünf oder zehn Watt immer noch eine hohe Lautstärke erzeugen.

Die Lautsprecher

Die Lautsprecher sind nicht zu unterschätzen. Sie bestimmen stark die Tonqualität. Im Vergleich zu einem 4 x 12 Stack (vier Lautsprecher mit je 12 Zoll Durchmesser in einer Box) tun sich kleinere Verstärker schwerer, in punkto Gesamt-Klangqualität mitzuhalten. Aber es gibt heute viele tolle Combo-Verstärker, die wir hier in unserem „Gitarrenverstärker“- Test vorstellen, die hochwertiges Klangerlebnis möglich machen.

Kleine Lautsprecher bilden mittlere und höhere Frequenzen gut ab und werden deshalb als Hochtöner eingesetzt. Ein Mini-Verstärker zum Üben kann aber deshalb auch im Vergleich zu einem großen Combo-Verstärker relativ dünn klingen. Der kleine Lautsprecher hat Probleme, tiefe Frequenzen zu erzeugen. Deshalb verwenden Bassgitarristen häufig 12- oder 15-Zoll-Lautsprecher – das lässt die tiefen Frequenzen gut klingen. Allerdings kommt es auf das Gesamt-Setup des Lautsprechers und des Verstärkers an. Auch wenn Lautsprecher die gleiche Größe haben, können sie dennoch sehr unterschiedliche Klangeigenschaften haben.

Verstärker für jeden Geschmack

Der Markt bietet heute Verstärker für viele verschiedene Anwendungen und Bedürfnisse: Für Gitarristen, die im Gasthaus aufspielen oder in einem kleinen Club oder aber größere Säle rocken. Genau so gibt es einen große Vielfalt an Verstärkern für den Proberaum, Miniverstärker zum Üben zu Hause oder für kleine Gigs. Für Gitarristen, die ein großes Klangspektrum nützen wollen, steht heute eine Reihe von digitalen Modeling-Verstärkern bereit, für Akustikgitarristen tolle Akustikverstärker. Und für Straßenmusiker kommen immer mehr und immer leistungsstärkere Gitarrenverstärker mit Akku bzw. Batterie auf den Markt. Damit wird steckdosenunabhängiges Spielen möglich.